Zwei neue Klassenräume
Die Schule ist mittlerweile so richtig gestartet und
tatsächlich kommen auch immer noch neue Anmeldungen für dieses ‚Halbjahr‘. Das
ist beeindruckend!
Insgesamt hat Abato acht Klassen: 3 Klassen in der Preschool
(Vorschule): Baby Class, Middle Class, Top Class und 5 Klassen in der Primary
School (Grundschule): P1 bis P5. Die Kleinsten sind 3 Jahre alt, die ältesten
13.
Die Klassenstärke ist sehr unterschiedlich. Besonders die
Klassen der Primary School bieten optimale Lernverhältnisse mit
durchschnittlich 12 Kids in einer Klasse. Im Gegensatz dazu ist die Preschool etwas
überlaufen. In Babyclass sitzen aktuell über 50 Kleinkinder, die spielend
lernen. Es ist immer herrlich, wenn man sie vom Schulhof aus laut gemeinsam singen
hört, wie sie durch den Klassenraum hüpfen und in die Hände klatschen. So
fröhlich sie auch (fast) immer zu sein scheinen, Platz ist definitiv nicht
genug da.
Mit den Spenden, aus unseren Spardosen, die wir bei Mama in
der Praxis und in der Florstädter Metzgerei Walther aufgestellt hatten, konnten
wir ein neuen Projekt starten: Zwei neue Klassenräume sollen her! Wir haben
einen Plan gemacht, die Kosten kalkuliert und waren einkaufen.
Der afrikanische Baumarkt ist etwas anders. Es gibt quasi
für alles einen eigenen Laden. Eine schmale Tür oder ein breites Fenster führen
in den Verkaufsraum, der ca. so groß ist wie Papas größte Garage. Gabelstapler gibt’s
nicht. Hier wird alles auf dem Kopf getragen und aufs Auto geladen. Quasi
ungesichert geht’s dann ab auf den Heimweg, immer hoffend, dass man die Ladung
beim nächsten Schlagloch nicht verliert.
Im Dunkeln wurden die Sachen abgeladen und am nächsten
Morgen ging es los. Zwei Maurer, unser Nachtwächterhausmeisterordnungshalter
und wir drei Deutschen gingen an die Arbeit. Aus selbstgemachten Steinen haben
wir angefangen die Mauer hochzuziehen. Anfangs waren die Maurer noch etwas
skeptisch, waren eher ruhig. Mittlerweile sind sie aber aufgetaut, kommen uns
entgegen, zeigen uns wie wir Sachen besser machen können, schmunzeln und
überlassen uns sogar die ein oder andere wichtige Aufgabe.
Highlight war, dass wir um die vielen Backsteine zur
Baustelle zu transportieren eine Reihe mit (gezählten) 59 Kindern gebildet
haben und Stein um Stein weitergegeben haben.
Die Arbeit macht wirklich Spaß und es ist ein großartiges
Gefühl am Ende des Tages einen Blick auf den Fortschritt zu werfen und zu sehen,
wie das neue Gebäude wächst. Profi-Maurer sind wir jetzt, aber so ein Gebäude
braucht auch ein Dach und das wird nochmal eine ganz eigene Herausforderung. Trotzdem,
wenn das Gebäude erstmal steht werden die Kids total happy sein und es ist eine
Erinnerung an Julian&Anne in Uganda.
Um die Klassenräume komplett fertig zu stellen, fehlen uns
noch einige Materialien. Wir haben einen Fundraiser (Spendenaufruf) gestartet,
um hoffentlich mit neuen Spendengeldern alles Notwendige ganz bald auftreiben
zu können.
Anne











