Dienstag, 26. August 2014

Was esst ihr dort eigentlich?

Uganda geht durch den Magen

„Wenn man will, dass die Gäste um 16 Uhr da sind, muss man sie für 10 Uhr einladen. Und wenn man ihnen ganz deutlich macht, dass sie unbedingt, also UNBEDINGT (!) um 10 Uhr da sein müssen, dann kommen die ersten vielleicht um 10:30 Uhr- und die sind dann besonders stolz auf sich, dass sie die ersten sind.“
Pünktlichkeit ist absolut keine Eigenschaft der Ugander. Aber Moses hat uns seinen Trick erklärt: Wenn man ihnen sagt, dass es um 15 Uhr Essen gibt, sind sie alle, also ALLE um 14:30 Uhr da.

Verständlicher Weise isst man hier anders als zu Hause in Deutschland. Gegessen wird gemeinsam. Bisher war es immer gleich:

Morgens gibt es 2 Scheiben Weißbrot (schmeckt wie Brioche) als Sandwich mit Margarine. Dazu Chai-Tee (mit viel zu viel Zucker).
Mittags, also so um 15Uhr gibt‘s eine größere Mahlzeit. Meistens Beilage mit Beilage. Wie zum Beispiel Nudeln mit Kartoffeln. Manchmal gibt’s auch Omelette dazu. Leider bis dato wenig Gemüse. Dazu stilles (abgekochtes) Wasser.
Abends (gegen 22Uhr) wird zu Abend gegessen. 2 Scheiben Weißbrot (schmeckt immer noch wie Brioche) als Sandwich mit Margarine. Dazu „Kaffee“ (Heiße Milch mit etwas löslichem Kaffeepulver, mit viel zu viel Zucker – und wie nehmen schon nur halb so viel).
Zwischendurch gibt’s Obst wie Bananen, Ananas, Apfel oder Yakfrucht. Oder auch mal Zuckerrohr zum Kauen und wieder ausspucken.


Und hier noch eine bezeichnende Unterhaltung zum Thema Essen, aber auch generell zum Leben der Ugander im Vergleich zu unserem. Bei einem Spaziergang mit Moses Neffen haben wir sie nach ihren Lieblingsessen gefragt. Nur mal so zur Orientierung: Wenn man uns nach unseren Lieblingsessen fragt, antwortet Julian mit „Steak“, ich mit „Lasagne“. Wenn man aber die Jungs nach ihrer Lieblingsmahlzeit fragt, antworten sie wahlweise mit „Reis“, „Irish Potato“ (unsere normale Kartoffel) oder „Bohnen“. Oha.


Anne

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