Sonntag, 24. August 2014

Den Abflug gemacht

Nur Fliegen ist schöner

21.8.2014, Frankfurt am Main, Flughafen.
Gemeinsam mit meinen Eltern und meiner Schwester warteten wir am Check-In auf Anne. Während wir warteten checkte eine schwarze Frau in recht traditioneller Kleidung am Schalter ein. Meine Mama meinte direkt: „Schau mal Julian, die will bestimmt auch nach Uganda.“ … Das war zwar lustig, aber lange nicht sicher. Von Dubai aus fliegen eine Menge Flugzeuge nach Afrika und überall sonst hin.
Als Anne dann kam und wir ihr Gepäck sahen, kam das erste etwas flaue Gefühl auf. Anne und ich wollten viele Sachen mit nach Uganda nehmen. Gar nicht mal für uns, sondern vor allem viele Sachspenden für Abato. Zu Hause ‚vorwiegen‘ hat gezeigt, dass es knapp wird mit unseren gemeinsamen 60kg, die wir zur Verfügung hatten. Check In, kurzer Spannungsmoment und dann: 59,4 kg! Punktlandung.

Die nächste Punktlandung ließ nicht lange auf sich warten, denn der Flug von Frankfurt nach Dubai verging … naja … wie im Flug. Nach einem Film, einer Mahlzeit und viel Schlaf hieß es schon: Aussteigen.

22.8.2014, Dubai, Flughafen.
Beim Aussteigen dann Temperaturschock. Um 7 Uhr morgens sind es in Dubai 32 Grad Celsius. Wahnsinn. Eine ausgedehnte Busfahrt (der Flughafen ist riesig) brachte uns zum Hauptgebäude. Dort ließen wir die teuren high class shops eher links liegen und gingen fix zu unserem Gate. Das Gate war nicht nur durch die Nummer kenntlich gemacht, sondern vor allem auch durch die Menschen, die davor warteten. 90 % Afrikaner, einige Asiaten und wir plus vier andere Muzungus (das bedeutet ‚Weiße‘ in Uganda – warum das nicht rassistisch ist erklären wir euch ein andermal).

Ugander sind sehr lebhaft. Das merkte man im Flugzeug. Viel mehr Leute die gestanden haben, rumgelaufen sind oder sich laut unterhielten, nicht störend, aber doch auffällig. Auch dieser Flug verlief ohne Probleme und war recht bequem. Highlight des Fluges war es über Uganda zu fliegen und gespannt nach unten zu starren, auf die Welt, die wir in Kürze betreten würden. Direkt nach der Landung wird im Flugzeug (während man noch angeschnallt sein muss) das Telefonieren erlaubt. Und plötzlich wurde es richtig hitzig. Schräg hinter uns rief eine Frau wilde Sachen in ihr Handy. „I either lost it at the duty free, I didn’t want to buy something there, but it was like a spirit telling me I had to and then I don’t know“ war der erste Satz der mich hellhörig werden ließ. Es ging weiter: “Or someone stole it, someone in this plane. If that’s so I will make them suffer, it’s either in the duty free or someone will suffer. People can’t leave this plane until I find it, it’s not fair.” Was war passiert? Ich weiß es nicht genau. Die Dame hatte wohl eine Tasche mit Geld verloren und wusste nicht, ob das im Duty Free Shop in Dubai geschehen ist oder ob sie im Flugzeug bestohlen wurde. Die Neugier zwang mich dazu zu schauen, wie  diese Frau aussah und da traf es mich: Es war die Frau, über die meine Mama am Check In gesagt hatte, dass sie wahrscheinlich nach Uganda fliegen wird. Ja Mama – Der Punkt geht an dich!


… nach dem Ausstieg wurde es afrikanisch. Um nicht zu sagen, chaotisch. Aber darüber mehr im nächsten Eintrag.


Julian

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