Montag, 2. Februar 2015

Trockenzeit

Es regnet! Es regnet!!

Es ist doch schon irgendwie verrückt. Sooo krass weit weg sind wir gar nicht (es sind so 9000km) und während in Deutschland alles glitzert, ist die Luft hier ganz staubig.

Heute hat es zum ersten Mal in diesem Jahr richtig geregnet. Als ich die dunklen Wolken gesehn hab, hab ich mich richtig gefreut! Jaaaa, Regen bitte!! In Mpigi ist die Wasserversorgung immer noch schlecht und ohne Regenwasser ist das ganze nochmal ein bisschen schwieriger. Die Wege und Straßen sind super staubig, sodass die Pflanzen am Straßenrand nicht mehr grün, sondern rotbraun sind. Die Sonne gibt ihren Rest dazu. Schon morgens um 10 ist es richtig heiß und es wird erst gegen 17Uhr „kühler“. Erst spät in der Nacht igendwann wird’s mal richtig angenehm, sodass man sich dann doch den Bettbezug über die Schultern zieht.

Wenn ihr dann von zu Hause erzählt, von der weißen Schneedecke, von Schlitten- und Skifahren, von Schneeflocken und funkelnden Eiszapfen, komme ich doch schwer ins Schwärmen. Begeistert versuchen wir dann den Kids den Winter zu beschreiben. „Es ist so kalt, als würdest du in einen großen Kühlschrank gehen. Nur noch ein bisschen kälter“. Doch so ganz verstehen sie es glaub ich nicht… 2 Anekdoten dazu:

Edward (12) zeigt auf die Bananenpflanzen, die ihre Blätter etwas hängen lassen.
-Anne see what the snow has done at night.
-The what?
-The snow!
-The snow??!!
What do you mean?
-It’s like ice.
Ich konnte nur losprusten und hab ihm dann erklärt, dass Schnee nicht dasselbe ist wie Tau.

2. Situation. Ich zeige Moses Bilder von unserem verschneiten Garten in Losheim.
-Wow! Is this all snow?
-Yes, all the white stuff is snow. This is how it looks in Winter.
-Will that ever be green again?!?!?

Ach, ich freu mich wieder auf den Winter. Ich schick euch aber ein paar Sonnenstrahlen rüber. Das macht den Winterspaziergang noch schöner!


Anne

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