Dienstag, 24. Februar 2015

Fotos

Die letzen Wochen

Bevor es unseren letzten Eintrag zu unserem Freiwilligendienst gibt, hier noch einmal eine Ladung Bilder (funktioniert jetzt!) !


Samstag, 14. Februar 2015

Räum dein Zimmer auf!

Ordnung ist das halbe Leben…

Wenn dieser Spruch auch in Afrika gelten würde, hätten die meisten Ugander nur ein halbes Leben- und das bei einem durchschnittlichen Höchstalter um die 50…

Es ist verrückt, aber unsere Eltern haben uns etwas gelehrt, das ich nie als lernen wahr genommen hab. Während ich immer wieder nach Systemen suche, die Dinge übersichtlich und somit begreifbar machen, haben viele Ugander nicht diesen Blick. Vor allem wenn es darum geht Ordnung zu halten sind wir, dank Ikea und Co scheinbar süchtig nach Schubladen, Schränken und Kisten. Alles hat seinen Platz- zumindest in etwa ;) Hier erleben wir das allerdings anders. Die verschiedensten Dinge werden irgendwo abgelegt, sodass man sie nicht mehr findet und man sie irgendwann als verschollen erklärt. Viel zu oft hat uns das geärgert, sodass wir immer wieder versucht haben, unsere deutsche Ordnung reinzubringen. Diesmal hats (scheinbar) funktioniert.

Tadaaa: Lean in der Abato School.


Bei der Lufthansa hab ich viel über effizientes Arbeiten gelernt und standartisierte Vorgänge, die Dinge einfacher machen sollten. Damit unsere Werkzeuge nicht immer sonst wo rumfliegen, haben wir Nägel in die Wand gehauen und den Umriss der Werkzeuge mit Edding an die Wand gemalt. Jeder (okay… fast jeder) bringt die Tools wieder zurück und jeder weiß wo sie zu finden sind. Das ganze funktioniert seit drei Wochen und viele haben sich positiv zu unsere Werkzeugwand geäußert. Vielleicht wird’s ja so noch öfter eingeführt...?!

Anne

Mittwoch, 11. Februar 2015

In Uganda kann (fast) keiner schwimmen

... deswegen sind Pools nie sonderlich tief

Wir sind mit ein paar Kids als Dankeschön für ihre Hilfe in den Ferien an den Pool gefahren. Es war einer der schönsten Tage hier in Uganda. Aber schaut euch das Video an und macht euch selbst ein Bild…



Anne

Montag, 9. Februar 2015

SODIS - Trinkwasser leicht gemacht

Projektarbeit mit P5

Dank Heike (Annes Tante und sehr kluger Mensch) haben wir von der sogenannten SODIS Methode erfahren. Die SODIS-Methode ist eine ganz einfache Art aus Leitungs- oder Regenwasser Trinkwasser zu machen. Alles was man dafür benötigt sind Plastikflaschen , (eine reflektierende Fläche), ganz viel Sonnenlicht und jemanden der sich kümmert. Wer mehr wissen möchte informiert sich auf www.sodis.ch

Damit sich jemand kümmert, haben Anne und ich die Klasse P5 (ca. 11-13 Jahre) eingespannt. Die 12 Kids lernen nun von uns zum ersten Mal projektbasiertes Arbeiten. Das bringt einige Schwierigkeiten mit sich, weil das ugandische Schulsystem zum größten Teil auf auswendig lernen und nachsprechen basiert, Anne und ich aber selbstständiges Denken und Eigeninitiative fordern. In der ersten Stunde haben wir den Kids erklärt, was SODIS ist, wie es funktioniert und was es der Schule bringt. Außerdem haben wir erläutert, wie wir uns die Konstruktion vorstellen, die wir gemeinsam mit den Kids bauen. Heute hat das Bauen begonnen. Im Prinzip ein einfaches Holzgerüst, das im Boden steht und auf das wir Ironsheets (Wellblechdachplatten) montieren können. Auf diese werden dann die PET-Flaschen mit Regenwasser gelegt und nach sechs Stunden Sonnenbestrahlung wird daraus Trinkwasser. Easy!


Die nächste Unterrichtsstunde wird dann behandeln, welche Fehler vermieden werden müssen und wir werden den Kindern erklären, dass es den Rest des Schuljahres ihre Aufgabe sein wird, morgens Wasser rauszulegen und nachmittags sicher zu verstauen. Am nächsten Tag haben wir so ganz viel Trinkwasser und das quasi kostenlos. Wir hoffen auch, dass die Kinder ihren Eltern davon erzählen, damit die Familien auch selber so einfach zu Trinkwasser kommen – ganz ohne Kohle, ohne Feuer, ohne Kerosin, ohne Arbeit und mit niedrigsten Kosten. Daumen drücken…!

Julian

Donnerstag, 5. Februar 2015

Spielplatz Update

Lachende Kinder - stolze Architekten

Für alle, die den letzten Spielplatzpost gelesen haben, ein Update als Bild:



















Montag, 2. Februar 2015

Trockenzeit

Es regnet! Es regnet!!

Es ist doch schon irgendwie verrückt. Sooo krass weit weg sind wir gar nicht (es sind so 9000km) und während in Deutschland alles glitzert, ist die Luft hier ganz staubig.

Heute hat es zum ersten Mal in diesem Jahr richtig geregnet. Als ich die dunklen Wolken gesehn hab, hab ich mich richtig gefreut! Jaaaa, Regen bitte!! In Mpigi ist die Wasserversorgung immer noch schlecht und ohne Regenwasser ist das ganze nochmal ein bisschen schwieriger. Die Wege und Straßen sind super staubig, sodass die Pflanzen am Straßenrand nicht mehr grün, sondern rotbraun sind. Die Sonne gibt ihren Rest dazu. Schon morgens um 10 ist es richtig heiß und es wird erst gegen 17Uhr „kühler“. Erst spät in der Nacht igendwann wird’s mal richtig angenehm, sodass man sich dann doch den Bettbezug über die Schultern zieht.

Wenn ihr dann von zu Hause erzählt, von der weißen Schneedecke, von Schlitten- und Skifahren, von Schneeflocken und funkelnden Eiszapfen, komme ich doch schwer ins Schwärmen. Begeistert versuchen wir dann den Kids den Winter zu beschreiben. „Es ist so kalt, als würdest du in einen großen Kühlschrank gehen. Nur noch ein bisschen kälter“. Doch so ganz verstehen sie es glaub ich nicht… 2 Anekdoten dazu:

Edward (12) zeigt auf die Bananenpflanzen, die ihre Blätter etwas hängen lassen.
-Anne see what the snow has done at night.
-The what?
-The snow!
-The snow??!!
What do you mean?
-It’s like ice.
Ich konnte nur losprusten und hab ihm dann erklärt, dass Schnee nicht dasselbe ist wie Tau.

2. Situation. Ich zeige Moses Bilder von unserem verschneiten Garten in Losheim.
-Wow! Is this all snow?
-Yes, all the white stuff is snow. This is how it looks in Winter.
-Will that ever be green again?!?!?

Ach, ich freu mich wieder auf den Winter. Ich schick euch aber ein paar Sonnenstrahlen rüber. Das macht den Winterspaziergang noch schöner!


Anne