Auf und im Nil
Als kleine Pause und (Selbst-)Belohnung für unsere Arbeit haben
Anne und ich uns ein Wochenende in Jinja gegönnt. Eigentlich macht in Jinja
fast jeder das Gleiche, nämlich den Nil in seiner ganzen Pracht genießen. Wir
wurden also früh morgens vom Shuttleservice in Kampala abgeholt (um bösen
Überraschungen vorzubeugen, haben wir am Vorabend und am besagten Morgen dort
angerufen, damit die uns auch ja nicht vergessen). Das Shuttle fuhr direkt nach
Jinja, wo wir den Rest unserer Gruppe trafen und dann ging’s ab zum White water
Rafting. Für alle die es nicht wissen, das bedeutet man fährt die
Stromschnellen des Nils in einem Schlauchboot runter und das ist Adrenalin pur
und richtig geil. Zweimal ist unser Boot geflippt, also umgeworfen worden und
wenn man erstmal so plötzlich unter Wasser gedrückt wird, dann schlägt das Herz
schon um Einiges schneller. Es gibt aber eine Menge Sicherheitsvorkehrungen, so
dass das alles ein großer und (bis auf blaue Flecken und viel geschlucktes
Nilwasser) sicherer Spaß ist. Nach der Tagestour ging es ins Hostel, wo Anne
und ich zum ersten Mal in Uganda so richtig einen getrunken haben. Mit einer
internationalen Gruppe (Deutschland, Australien, Neuseeland, Südafrika und
Amerika) hatten wir einen richtig tollen Abend. Das Trinkspiel 21 werde ich in
Deutschland auch einführen, wenn ich wieder da bin.
für den nächsten Morgen um 8:30 Uhr den ersten Bungee Sprung meines Lebens gebucht. Bewusst vor dem Frühstück bestiegen wir also den 44m hohen Turm (Anne durfte mitkommen, um mir Mut zu machen) und prompt bekam ich das Seil um die Füße gebunden. Als es dann hieß ich soll zur Absprungstelle tippeln (gaaanz kleine Schritte) wurde mir schon ganz anders. Man steht dann da und weiß, dass runterschauen eigentlich eine dumme Idee ist. Dann schaut man trotzdem runter und denkt nur: „Was mache ich hier eigentlich?!“ Plötzlich beginnen die Ugander von Drei runterzuzählen und es entsteht ganz viel (unechter) Druck, spring, spring, spring, oder du machst es doch nie.
3,2,1 Bungee! schrien die Instructor und ich bin soweit nach vorn
gesprungen wie es ging. Ab da fällt man mega schnell und spätestens beim ersten
wieder hoch fliegen ist es nur noch geil. Ich hab geschrien wie am Spieß und den
Nil beim ersten runterfallen mit der Spitze meines Mittelfingers berührt. Anne
hat später gesagt, ich wäre richtig mutig ganz weit nach vorne gesprungen. Das
macht mich bis heute stolz. Gesprungen und so. Kann ich nur weitempfehlen.
Julian
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