Mittwoch, 15. Oktober 2014

auf den Straßen Ugandas

Die Todesursache N°1 ist auf Boda Boda-Fahrer zurückzuführen...

Heute wurde direkt vor der Abato School einer unserer Schüler, der sich gerade auf seinen Heimweg machen wollte, von einem Motorradtaxi angefahren. Die sogenannten Boda-Bodas sind hier in Uganda üblich um schnell von A nach B zu kommen und die Fahrer sind bekannt für ihre riskante Fahrweise. Mit einer älteren Dame als Passagierin hat der Motorradfahrer den 5-Jährigen umgefahren. Dabei fielen Fahrer und Passagierin vom Motorrad. Als eine alte Dame und ein Kind mit offenen Wunden am Boden lagen, verschwand der Fahrer. Fahrerflucht.

Das Kind ist dann nach Hause zu den Eltern gelaufen, weil es nicht wusste, was es sonst tun sollte. Mit Hilfe einer Lehrerin der Abato School kam das Kind später am Tag ins staatliche Krankenhaus von Mpigi. Dort wollte oder konnte man dem Kind aber nicht helfen. Für eine Privatklinik (und somit die einzige Möglichkeit in Uganda schnelle medizinische Hilfe zu erhalten) hatten die Eltern des Jungen kein Geld. Ungefähr zu dieser Zeit erfuhren Anne und ich an der Schule von den Geschehnissen und Anne war sofort entschlossen, dem Kind zu helfen. Wir stiegen also ins Auto und fuhren zum Staatskrankenhaus. Dort sammelten wir das Kind, seine Eltern und die Lehrerin auf und fuhren sie zu einer Privatklinik. Wir erklärten uns bereit die Kosten zu tragen. Nach einer Stunde waren die Gesundheitschecks abgeschlossen und die offenen Wunden behandelt. Dem Kleinen geht es gut, er ist mit dem Schrecken und einigen kleinen Platzwunden davon gekommen. Trotzdem, sowohl das Verhalten des Fahrers, als auch die Gesundheitsversorgung Ugandas hinterlassen ein flaues Gefühl bei uns.


Julian

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