Donnerstag, 27. Februar 2014

Das Schuljahr beginnt

"Endlich Schule"

In höheren Klassenstufen mag die Freude auf ein neues Schuljahr hierzulande eher gering sein, aber alle Kinder, ob in Afrika oder Deutschland freuen sich und sind stolz, wenn sie zum ersten Mal in die Schule gehen. Was in Deutschland ein vorgefertigter Pfad für jedes Kind ist, ist in Uganda etwas Besonderes: Kinder im Vorschulalter, die die Schule besuchen können. Das Schuljahr an der Abato Junior School begann am 3. Februar 2014. 300 Kinder (und die Zahl steigt weiter) bekamen so zum Schuljahresbeginn die Möglichkeit in den Unterricht zu gehen.

Der Unterricht beginnt früh morgens damit, dass sich alle Kinder vor der Schule treffen und in einer Reihe aufstellen (das habe ich übrigens in meiner Grundschulzeit auch gemacht).


Die Lehrer begrüßen ihre Schüler und es wird gemeinsam gebetet. Uganda ist eines der christlichsten Länder der Welt (85 % der Gesamtbevölkerung sind Christen), deswegen gehört das Gebet für viele Menschen einfach dazu.


Die Fächer die unterrichtet werden sind ganz ähnlich wie bei uns: Mathematik, Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften (science und social studies sind schwer zu übersetzen; Bei uns hieß das Sachkunde), Computerkunde, Musik und natürlich Sprachunterricht.


Bei all der Arbeit darf der Spaß natürlich nicht zu kurz kommen. In den Pausen geht es für die Kleinen raus auf den hauseigenen Spielplatz.


Wenn das ganze Spielen und Lernen die Kids müde ruhen sie sich kurz aus und trinken etwas. 


Das Lehrerteam, zu dem Anne und ich auch bald gehören werden, passt natürlich auch außerhalb des Unterrichts auf die Schüler auf und steht mit Rat und Tat zur Seite. Auf dem Bild seht ihr die Lehrerinnen mit dem stolzen Gründer der Schule: Moses. 
(ein kleines Rätsel: Auf dem Bild haben sich zwei Leute eingeschlichen, die gar nicht zum Lehrerteam gehören! Könnt ihr erraten wer?)



Und weil ich es so feiere, hier noch mein absolutes Lieblingsbild aus der Schule. Ich kenne das kleine Mädchen nicht, aber ich habe sie schon echt gern!



Ich hoffe ihr habt jetzt einen Eindruck, wie der Schulalltag an der Abato Junior School aussieht

Die aktuellen Spenden werden übrigens genutzt um Schuluniformen für die Kinder herzustellen, Unterrichtsmaterialien (wie Kreide, Stifte, Papier o.ä.) anzuschaffen und das Gebäude weiterauszubauen.


Wenn ihr wissen wollt wie ihr helfen könnt, meldet euch bei uns!
Von Sachspende, bis zu klassischer Spende über Engagement ist alles möglich!


 

 Julian

Sonntag, 23. Februar 2014

ein wenig hinterher

Zwischen Uni und Abato

Ein gutes Gefühl hier endlich mal wieder etwas posten zu können. Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt hinken Anne und ich ein wenig hinterher in den letzten Wochen. Wir haben nicht wirklich die Zeit gefunden euch hier mit viel Neuem zu versorgen. Das liegt hauptsächlich daran (alle Studenten können das nachvollziehen), dass gerade Prüfungsphasen in der Uni sind und dann kommt auch noch die Arbeit dazu, ich bin umgezogen und Anne ist nach ihrem Kreuzbandriss noch auf dem Weg der Genesung. 

Auch wenn das nicht zum Regelfall werden soll sind wir durch die lange Verzögerung jetzt in der schönen Situation, euch eine Menge Neuigkeiten präsentieren zu können. Zu allererst mal (und darum wird sich auch mein nächster Blogeintrag drehen) hat Bricks for a school sein Hauptziel erreicht, die Schule hat am 3. Februar ihre Pforten geöffnet und läuft richtig gut. Kurz darauf sind Moses und Kirabo zum ersten Mal Eltern geworden. Ihr Sohn heißt Arthur und ist ein richtiger kleiner Wonneproppen (super Wort ist das). Im Laufe der Woche zeigen wir euch auch Bilder der kleinen Familie. Das nächste Abato-Projekt steht ebenfalls in den Startlöchern. Moses hatte die Idee einer Näh-Schule (Tailoring School) um Frauen, die ihre Schulausbildung nicht beenden konnten eine Möglichkeit zu geben eines Tages ein eigenes Gehalt zu verdienen. 
Wie ihr seht passiert Einiges bei Abato. Schaut diese Woche noch mal hier auf dem Blog vorbei, wir versprechen Bilder und mehr Details zu den genannten Themen.

Habt ihr Fragen oder Anregungen von uns? Wollt ihr etwas Spezielles über Abato oder über unser Abenteuer erfahren? Schreibt uns gerne einen Kommentar hier auf dem Blog oder eine E-Mail!

 Julian