Freitag, 24. Januar 2014

Flüge buchen

Bloß 11 Monate im Voraus

Wir wollten uns vorerst informieren, mit welchen Kosten wir für unsere Flüge zu rechnen haben. Zunächst durchstöberten wir zahllose Vergleichsportale im Internet und erkundigten uns welche Airlines Uganda von Deutschland aus anfliegen. Klar ist, dass wir nach Entebbe fliegen werden. Der Flughafen liegt gute 4okm von Kampala, Ugandas Hauptstadt entfernt. Über eine Landstraße benötigt man laut googlemaps 1 Stunde (ca. 3okm) nach Mpigi, der Stadt in der Moses Abato aufgebaut hat.
Allerdings stießen wir schnell auf ein Problem: Im Internet konnten uns keine Rückflüge angezeigt werden. Wir planen nach unserem angeschlossenen Backpacking-Urlaub im April 2015 zurück zu fliegen. 
Daraufhin suchten wir Hilfe in einem Reisebüro. Die Beraterin war ehrlich gesagt keine große Stütze. Anscheinend schien sie auch nicht zu verstehen, das wir Zeit, aber kein Geld haben; sprich wir sind relativ flexibel was das Reisedatum angeht, so lange es möglichst günstig wird. Nein, das verstand sie wirklich nicht. Wir werden also noch mehr Reisebüros aufsuchen müssen. Aber das hat Zeit: Flugunternehmen planen und veröffentlichen ihre Flüge erst 11 Monate im Voraus. Das heißt für uns, wir können erst ab Mitte Mai unsere Tickets buchen. Jetzt schon einen Hinflug und später einen Rückflug zu buchen macht aus Kostengründen keinen Sinn; ebenso wenig wie den Flug zu einem späteren Zeitpunkt umzubuchen- das haben wir bereits abgewägt.
Also heißt es warten...


 Anne

Samstag, 18. Januar 2014

Was tut Abato?

Bricks for a school

Nachdem wir Freunden und Familie erzählt hatten, dass wir nach Uganda gehen um Abato zu unterstützen gab es eine Menge Fragen. Eine der häufigsten war: "Warum genau diese Organisation? Was machen die denn und was ist deren Ziel?" Um diese Frage zu beantworten möchte ich euch ein Beispiel und aktuelles Projekt von Abato zeigen, dass mich sehr beeindruckt hat: #Bricksforaschool
Bricks for a school (wörtlich etwa "Backsteine für eine Schule") bedeutet, dass Moses und das Team von Abato begonnen haben Spenden zu sammeln, um eine Schule zu bauen. Und wenn ich bauen sage, meine ich sie haben bei null angefangen und haben eigenhändig einen Ort erschaffen, an dem Kinder die Chance auf Bildung erhalten. 
Die folgenden Bilder sind lediglich ein kleiner Überblick über den Fortschritt des Projektes, selbstverständlich gibt es noch viel mehr Bilder und viel mehr über das Projekt zu lernen!



Beginnen wir an dem Ort an dem die Schule entstehen sollte. 
Dieses Bild zeigt die Baustelle; bevor alles angefangen hat

Zuerst mussten sie die Fläche 'bereinigen'.

Das Projekt heißt Bricks for a school, weil Moses und seine Helfer sogar die Backsteine selbst hergestellt haben. Man presst Lehm durch einen Rahmen 

und legt dann den Rahmen samt Inhalt auf den Boden, ein wenig später zieht man den Rahmen vorsichtig nach oben und es bleiben die nassen Backsteine auf dem Boden.

 Viele freiwillige Helfer waren nötig, um die Schule zu bauen.

Gemeinsam haben sie in nur wenigen Monaten große Fortschritte gemacht.

Als mehr Spendengelder ankamen

konnte man mit der Dachkonstruktion starten.

Auch an das Äußere der Schule wurde gedacht: Ein freundliches Himmelblau ziert die Wände.

Mittlerweile sind auch vier Klassenräume eingerichtet. 
Ich kann es kaum erwarten hier auf die Kinder zu treffen.
Die Schule ist fast fertig und erhält aktuell den letzten Feinschliff.

Auch wenn sie es schon soweit geschafft haben gibt es für Abato noch eine Menge zu tun. Alles hat mit diesem Spendenaufruf begonnen
und seitdem ist eine Menge passiert!


Wenn ihr Abato in irgendeiner Form unterstützen möchtet könnt ihr euch über die Abato website informieren oder schreibt einfach Anne und mir
Gemeinsam können wir den Kindern helfen zu lernen, wie man sich selbst hilft.
Nachhaltiges helfen durch die Vermittlung von Wissen ist eines der größten Ziele von uns und Abato. Damit noch mehr Kinder so glücklich aussehen.



Schaut immer mal wieder hier auf dem Blog vorbei; für die neusten Infos über Projekte von Abato und hinterlasst gerne Kommentare und Anregungen. Ich verspreche euch weitere tolle Bilder aus dem wunderschönen Uganda.


 Julian

Mittwoch, 15. Januar 2014

Es gibt Neuigkeiten

"Da gehst du mir nicht hin" und "Krass, wie geil!" 

Weihnachten. Die ganze Familie kommt zusammen und man sieht die guten Freunde wieder. Jedes Mal saßen Julian und ich nervös vor unseren Zuhörern bevor wir ihnen von unserem Plan Abato zu unterstützen berichteten. Die Reaktionen waren ähnlich wie erwartet: Die Mamas protestierten am lautesten. "So weit weg für so lange Zeit und dann auch noch auf so einen gefährlichen Kontinent". Immerhin sind Julian und ich ganz gut im Überzeugungsarbeit leisten. Unsere Freunde freuten sich mit uns und löcherten uns neugierig mit Fragen. Der erste Schritt war getan und wir freuen uns über jede Unterstützung, die wir auch jetzt schon erhalten und die wir an die Kinder in Uganda weiter geben können.

 Anne

Samstag, 11. Januar 2014

Ich liebe diesen Song


Hymne unserer Reise

Kurz bevor wir die Nachricht erhielten, dass wir 2014 Abato unterstützen dürfen hatte Anne Geburtstag. Ich habe ihr Tickets für ein Marteria Konzert geschenkt. 
Kurz nachdem wir die Zusage von Moses erhielten hat Anne mir das hier gezeigt: 

                                   
Das Video ist eine Zusammenarbeit von Musikern aus Uganda und Deutschland und in Kampala, der Hauptstadt Ugandas, aufgenommen. Wir haben es offiziell zur Hymne unserer Reise erklärt!










Julian

Mittwoch, 8. Januar 2014

Die Suche nach der richtigen Organisation

Vitamin B

Die Suche nach einer Hilfsorganisation erwies sich als schwierig. Es gibt zwar viele Möglichkeiten, doch die meisten davon wollen teuer für ihre Connections bezahlt werden. Darauf hatte ich keine Lust. Es gibt allerdings auch Organisationen, die Stipendien vermitteln (wie z.B. weltwärts). Doch die Stiftungen, mit denen man über die Homepages in Verbindung treten kann, heißen Paare nur sehr selten willkommen. Außerdem waren wir mit unseren Bewerbungen teilweise bereits zu spät. Ein Freund brachte mich auf die Idee Organisationen im Ausland direkt anzuschreiben und unsere Hilfe anzubieten. Gesagt, getan. Viele verschiedene Bewerbungen gingen raus und wurden in die ganze Welt versandt. Unsere Motivation fuhr Achterbahn: manche Antworten machten uns Hoffnungen, die meisten waren aber eher ernüchternd. Nach einigen Wochen entfernten wir uns von dem Wunsch in Afrika mit Kindern arbeiten zu können und erkundigten uns nach anderen Projekten, die Unterstützung brauchen. Dann hieß es warten...

... bis Leonard Kakooza mir über facebook eine Nachricht schrieb. Kennen gelernt habe ich Leo auf meiner Reise nach Südarfika. Mich ein wenig ärgernd, dass ich nicht früher auf die Idee kam, fragte ich ihn, ob er nicht eine Organisation kennt, die über vier weitere Hände glücklich wäre. Leo war wieder in Uganda, seiner Heimat und berichtete von Abato, einer Hilfsorganisation für Kinder, die sein Schulfreund vor zwei Jahren auf die Beine gestellt hatte. Julian und ich schauten uns ihren Internetauftritt an und Aufregung machte sich breit. Das hörte sich alles so perfekt an und wir füllten sofort das Kontaktformular aus.
Am nächsten Tag hatte ich eine Freundschaftsanfrage bei facebook von einer Person die ich nicht kannte. Beinahe hätte ich sie ignoriert- Julian jedoch nicht: die Anfrage kam von Moses Kalanzi, dem Gründer der Abato Foundation Uganda! Oh mein Gott- JETZT war ich aufgeregt! Julian und ich hauten in die Tasten zeigten uns Moses von unsere besten Seite. Dann hieß es warten. Jeden Tag checkten wir mehrmals unseren Posteingang. Jede neue Nachricht ließ mein Herz höher schlagen- doch es war wieder keine Antwort von Moses.

Dann, am 23. Dezember bekamen Julian und ich nach sieben langen Tagen Antwort:
Moses Nachricht haute mich um. Ich verstand nur die Hälfte seines Textes, weil ich das alles nicht glauben konnte. Wir saßen beide wie versteinert vor dem PC.
Julian brach die Stille: "Anne, wir fliegen nach Uganda." 


Anne

Sonntag, 5. Januar 2014

Die Entscheidung

Gespräche

Um ganz ehrlich zu sein erinnere ich mich nicht, wann Anne zum ersten Mal mit mir über das Thema Auslandsaufenthalt gesprochen hat. Ich weiß noch, dass wir oft darüber redeten für eine längere Zeit, als den 'normalen Urlaub' in ein fremdes Land zu gehen und ich fand die Idee immer toll, aber wir wussten lange Zeit nicht konkret wohin, wann oder gar was genau wir dort tun wollten. Dann, irgendwann im Sommer 2013, in einem Gespräch in dem es um etwas vollkommen anderes ging, sagte Anne plötzlich so etwas wie: "Wenn wir ins Ausland gehen wollen, sollten wir da was Gutes tun, dorthin gehen es Menschen gibt, die sich wirklich über unsere Hilfe freuen." Sie hatte die Idee eines Freiwilligendienstes. Wir wollten nicht nur ein fremdes Land besuchen, sondern versuchen die Menschen dort wirklich kennen zu lernen, ihre Kultur zu verstehen und sie zu unterstützen, wo wir nur können. Nicht zuletzt waren und sind wir uns sicher, dass auch wir eine Menge aus solch einer Erfahrung lernen können. Muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich begeistert war?

Julian


Zwei Blogs - zwei Sprachen

Abenteuer voraus!

Anne und ich gehen im August 2014 nach Uganda. Im wunderschönen Herzen Afrikas werden wir die Abato Foundation unterstützen. Zu diesem Zweck und um Aufmerksamkeit für die Ziele Abatos zu wecken, beginnen wir ab heute damit euch mit allen möglichen Informationen und Entwicklungen rund um unseren Freiwilligendienst und die Projekte von Abato zu informieren. Wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, ist es gar nicht so einfach die Leute in Uganda und Deutschland so anzusprechen, das möglichst jeder es verstehen kann. Wir tun aber unser Bestes und werden deshalb versuchen, jeden Blogpost in Deutsch und Englisch bereitzustellen.

p.s. Ich muss mich entschuldigen, der Versuch in Deutsch und Englisch zu schreiben macht beide Sprachen schlechter.


Julian